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Entstehung

Eine rund um die Schweizergrenze umfassende Verteidigung war aussichtslos. Deshalb wurde, wie General Guisan am Rütlirapport vom 25. Juli 1940 mitteilte, der hauptsächliche Verteidigungsraum auf das Alpengebiet als Réduit reduziert. So baute die Schweizer Armee während des Zweiten Weltkriegs zwischen 1941 und 1945 ein ganzes System von Verteidigungs- und Festungsanlagen. Steilwände, Schluchten, Schnee, Eis und Berge sollten zu Verbündeten der Armee werden. Im Notfall wären wichtige Alpentunnels und -übergänge gesprengt worden.

Das gesamte Réduit umspannte einen breiten Alpenraum, der sich an der Nordgrenze vom Unterwallis, über den Thuner- und Vierwaldstättersee, quer durch den Kanton Zug bis hin zur Linthebene erstreckte. Die Südgrenze des Réduits verlief von der französischen Grenze entlang der Landesgrenze mit Italien. Grössere Geländebefestigungen erübrigten sich hier, da die wenigen Alpenübergänge leicht zu sperren waren.

Der Kern des Réduits bildete das Gotthard-Massiv. Dieser Festungskomplex war mit aller notwendigen Infrastruktur ausgerüstet. Neben den Waffensystemen wurden Unterkünfte, Küchen, Operationsstellen, Krankenzimmer und Bäckereien in die Festungen mit eingebaut.
Die Baukosten des Réduit bis zum Kriegsende 1945 beliefen sich auf rund 650 Millionen Franken, das sind in heutiger Kaufkraft etwa acht Milliarden Franken.

 
Schweizer Karte mit Übersicht Réduit
Artilleriefestung Halsegg in Sattel
 
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